Samstag, 7. Oktober 2017

Warum manche Frauen einfach dauerhaft Single sind

Nachdem es in den letzten Tagen nun um das Thema Verlieben und Verliebtsein ging, geht es jetzt um das Thema Single sein. Kann man stolz sein ein Single zu sein? Oder muss man sich zu Hause verkriechen oder gar extrem aktiv nach der Liebe des Lebens suchen?

Obwohl ich bereits seit längerer Zeit sehr glücklich vergeben und verliebt bin, kann ich mich gut an die Zeit erinnern als ich Single war. Und ja, ich war damals glücklich Single zu sein. Denn Singles sind aktiver, leben gesünder, sind neugierig, aufgeschlossen und können sich viel besser mit sich selbst und alleine beschäftigen. Und genau diese Attribute einer Single-Lady sind für die männliche Bevölkerung sehr attraktiv. 

Und ja, auch wenn es einem als Single gut geht ist man unterbewusst dennoch immer auf der Suche nach einem Partner, einem Lebensbegleiter mit dem man das Erlebte am Ende des Tages teilen kann. Gemeinsame Erlebnisse aber auch der Wunsch nach Zärtlichkeit oder die Tatsache, dass es eine Schulter zum anlehnen (und manchmal auch ausweinen) gibt, der Wunsch nach all dem wird mit der Dauer des Single-Daseins immer größer.

Aber wie kommt es, dass es Dauer-Singles gibt? Woran liegt es, dass eine attraktive und gebildete Frau nicht den Partner fürs Leben findet?

Unter Umständen liegt es daran, dass der Ex-Freund noch Teil des engsten Freundeskreises ist und man so einfach nicht von ihm loskommt. Abstand und Zeit sind nach einer Trennung enorm wichtig um Gefühle zu verarbeiten und neu zu starten. Aber wenn man den Ex ständig sieht und an ihn erinnert wird, dann kann man keinen Schlussstrich ziehen und ein neuer Mann hat überhaupt keine Chance.

Das Herz ist verletzt, man empfindet Schmerz. Und natürlich versucht man sich vor weiteren und neuen Enttäuschungen zu schützen und verschanzt sich hinter einer Mauer. Aufmerksamkeiten und Komplimente werden kaum noch wahrgenommen. Man wirkt nach außen hin super entspannt und gelassen, aber das alles nur um keine Gefühle zu zeigen. So glaubt man kommt einem niemand nahe und man selbst kommt in die Geberposition: man selbst entscheidet wann man jemandem zeigt, dass man etwas für ihn empfindet. Und so bleibt man für alle anderen unnahbar.

Wenn es dann endlich soweit ist und man hat das Herz ein wenig geöffnet und sich auf ein Date eingelassen, dann fällt einem auf, dass man eigentlich überhaupt keine Zeit dafür hat. Vor lauter Freizeitstress lässt sich schwer ein Termin fixieren, Alternativtermine gibt es schonmal gar nicht und einen Kompromiss einzugehen, das kommt nicht in Frage. Nach längerer Zeit des Alleinseins denkt man automatisch nur noch in der "Ich-Form", man selbst kommt zuerst - und das ist auch normal in dieser Lebensphase. Aber man sollte darauf achten, dass Egoismus nicht immer und überall gut ankommt.

Dauernd jammern und sich immer beklagen, dass man immer noch Single ist - das ändert nichts am Beziehungsstatus und gleicht absoluter Energieverschwendung. Denn Selbstmitleid hat einen noch nie weitergebracht. Jetzt heißt es anpacken und loslegen, nur wer aktiv wird und versucht neue Leute kennenzulernen strahlt positive vibes aus - und das wiederum wirkt auf Männer extrem anziehend.

Vor einem Date erst mal Mut antrinken um locker zu werden, das sollte man besser sein lassen. Der Dating-Partner könnte sich respektlos behandelt fühlen und vor allem, Alkohol verändert. Und wer will schon, dass einen jemand kennenlernt so wie man gar nicht ist. Also lieber nüchtern bleiben und Augen zu und durch.
 
Typisch und auch wissenschaftlich bewiesen ist, dass man sich nach einiger Zeit nur noch an die positiven Dinge aus der letzten Beziehung erinnert. Man idealisiert den Ex-Partner und jeder neue Mann wird mit diesem Ideal verglichen, und hat somit faktisch schon von Anfang an keine Chance. Aber man sollte immer daran denken, dass es gute Gründe für die Trennung gab und das sollte man auch so akzeptieren und einem neuen Mann eine Chance geben. Ein Vergleich mit dem Ex ist es definitiv nicht wert. 

Prinzipiell ist nichts gegen männliche Kumpels einzuwenden, aber man sollte am Wochenende doch eher mit den Mädels um die Häuser ziehen, wenn man ernsthaft einen neuen Partner sucht. Denn zu viel Testosteron wirkt eher abschreckend als einladend.
 
Träumen ist erlaubt und träumen ist sogar gut, aber man sollte sich keinen perfekten Mann erschaffen. Denn wenn die Vorstellungen zu perfekt sind wird es schwer für einen realen Mann diese zu erfüllen. Es ist ab und zu  mal ganz gut vom bekannten Weg abzuweichen und nicht nur nach dem Mann Typ Beuteschema Ausschau zu halten. Vielleicht ist ein Mann der nicht dem Ideal entspricht ja sogar eine positive Überraschung wert. 

Generation beziehungsunfähig - das ist ein Schlagwort mit dem wir schon oft konfrontiert wurden. Aber was sind eigentlich die Gründe dafür? Wurde man in der Vergangenheit zu oft enttäuscht oder möchte man sich sowieso nicht fest binden? Aber hey: es lohnt sich Energie zu investieren ehe man sich geschlagen gibt und fix den Nächsten datet ehe es kompliziert wird oder Gefühle ins Spiel kommen. Es lohnt sich, glaubt mir!


Aber warum man trotzdem stolz sein kann Single zu sein, das lest Ihr morgen!


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